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Formica (Raptiformica) sanguinea

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Art.Nr.: 0100-06
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Formica (Raptiformica) sanguinea
Formica (Raptiformica) sanguinea

Taxonomie: Formicinae Tribus Formicini  Genus:Formica Subgenus: Raptiformica

Heimat: Mitteleuropa

Habitat: sonnige Waldränder, vorwiegend Laub und Mischwald

Kolonieform: hauptsächlich monogyn, polygyne Formen möglich

 

Aussehen 

Arbeiterinnen: Thorax rötlich, Kopf und Gaster schwarz mit silbrigen Schimmer

Königinnen: wie Arbeiterinnen 

Größe 

Arbeiterinnen: 6-9 mm

Königinnen: 9-11 mm

 

Koloniegröße: mehrere hundert  Tiere 

Koloniealter: > 15 Jahre  

Gründung: claustral, Pleometrose  

Nestbau: Nester unter Steinen und Holz

Nahrung: vorwiegend Nektar, tierisches Eiweiß für die Larven, Sie nehmen gerne alle Formen von Honig, Zuckerlösung und Obst wie etwa Weintrauben 

Winterruhe: von Oktober bis März

 

Haltungsbedingungen

 

Temperatur: 18-30° C Winter: 8-10°C  

Feuchtigkeit: 40-50% Oberflächenfeuchtigkeit sollte durch sprühen gewährleistet werden( alle 2 Tage)

Nest/Arena: Becken ab 20*20 cm je nach Koloniegröße anpassen 

Formicarienzubehör: Wärmequelle  in Form eines Heizsteins oder einer Wärmelampe ratsam, da sie sich gerne sonnen. Wasserquelle zum trinken wird gerne genommen

Bodenbeschaffenheit: Sand-Lehm , Erde, Humusmischung, Sand-Torf-Boden 

 

Empfohlen für Anfänger: ja

Gefahren: keine bekannt

Ökologisch betrachtet ist diese Ameisenart eurypotent, d.h. in Bezug auf ihre Umgebungsansprüche sind sie nicht sehr wählerisch und sehr anpassungsfreudig. Lediglich sonnenreich sollte das Habitat sein. In diesem Sinne können die Formicarien sehr vielgestaltig sein, sowie lichte Waldrand- oder Wiesenlandschaften als auch Steinbrüche werden angenommen, sofern sie über eine "Sonnenstelle" verfügen.

Besonderheit ist die bei Formica sanguinea übliche sozialparasitische Koloniegründung unter Verwendung von Serviformica-Arten, die auch als Sklaven gehalten werden (Dulosis). Dabei übernehmen die auch als Hilfsarbeiterinnen bezeichneten Sklaven di Brutflege, während die Raubameise die Nahrungsbeschaffung betreibt. Grundsätzlich ist F. sanguinea auch in der Lage ohne Sklaven zu leben, man spricht von der so genannten fakultativen Dulosis.

In ihrem Verhalten ist diese Ameisenart besonders aggressiv und territorial. Ihre Bewegungen erscheinen hektisch und doch sehr gezielt. Die Raubzüge häufen sich in den Sommermonaten, bei der Serviformica-Arten sowie auch anddere Formicinae überfallen werden. Die eroberte Brut dient teilweise als Nahrung und teilweise wird sie als zukünftige Hilfsameise gemeinsam mit der eigenen Brut großgezogen. Beobachtungen völlig in Panik geratener überfallender Nester deuten darauf hin, dass auch F. sanguinea Propagandapheromone verwendet, bei der die gegnerischen Arbeiterinnen durch Simulation ihrer eigenen Alarmpheromone derart in "Alarmbereitschaft" versetzt werden, dass sie blind vor Hektik am "Feind" vorbeilaufen.

Im Formicarium können künstlich Raubzüge simuliert werden, indem beide Arten in getrennten Formicarien gehalten werden. Lediglich von Zeit zu Zeit wird ein Zugang gewährt, so dass ein "Brutklau" möglich ist. Alternativ kann natürlich die Brut der hilfsameisen direkt im Formicarium angeboten werden, ohne den Raubzug-Akt.

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Koloniegröße:
Königin mit ca. 100 Arbeiterinnen
Art.Nr.: c
 
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